Jede Stadt hat ihre architektonischen Besonderheiten, in Manhattan´s Midtown ist es die einzigartige Mischung aus beeindruckenden Art-Déco Gebäuden, einer modernistischen Architektur, wie beispielsweise die von Mies van der Rohe, oder innovativen „Diagrid-Structure“ Wolkenkratzern und auch weniger ansprechenden Einzelbauten. Dazwischen immer wieder Glasfassaden, die speziell an sonnigen Tagen als Spiegel oder als eine Art Membran zwischen realen und imaginierten Räumen dienen. So ist es in Midtown unmöglich die Textur eines einzelnen Gebäudes auf sich wirken zu lassen, immer – so scheint es – hat es sein Spiegelbild im Schlepptau.

NYCim Spiegel_Isabella S. Minichmair_06wp

Der Spiegel hat eine jahrhundertalte kunst- und kulturgeschichtliche Tradition, um Transzendenz zu thematisieren. Er ist ein Mittel der Selbstwahrnehmung und der narzisstischen Selbstverdoppelung. Zugleich aber auch eine Pforte, zu einem anderen Ort, der nur in der Perspektive oder der Blickrichtung des *Betrachters liegt. Wie für Alice liegt hinter den Spiegelungen und der Textur der Glasfassaden in Midtown die Vorstellung von einem Thirdspace, von Räumen, die nur in unseren Köpfen entstehen, wenn wir es zulassen.

NYCim Spiegel_Isabella S. Minichmair_02wp

NYCim Spiegel_Isabella S. Minichmair_01wp

NYCim Spiegel_Isabella S. Minichmair_04wp

NYCim Spiegel_Isabella S. Minichmair_03wp