Hallo! Mein Name ist Isabella S. Minichmair, ich bin bildende Künstlerin, Kunstphilosophin und die Initiatorin von farbebekennen.

Wenn sie sich jemals gefragt haben:

*Wie künstlerische Konzepte und Beiträge zur bildenden Kunst entstehen ->INTROSPECTION

*Wie diese Ideen und Beiträge umgesetzt werden ->INNERWORLD

*Was Kunst mit dem gewöhnlichen Leben zu tun hat ->LIFEBALANCE

*Wie Kunst und Wissenschaft einander befruchten? ->HARD WORK

Dann sind sie hier genau richtig: farbebekennen is all about ->ART, CULTURE & SCIENCE

 

INTROSPECTION: Die Reise nach Innen

Zum Thema „Spaces of Identity“ durchforste ich die sozialen Netzwerke, ihre Sammlungen, Gruppen und Communities. Dabei ist mir, sowohl an mir selbst, als auch an vielen Künstler_innen etwas aufgefallen. Bilder werden nun inflationär erzeugt und gezeigt, gleichzeitig finde ich verhältnismäßig wenig Äußerungen von Künstler_innen zu kreativen Prozessen. Vielleicht, weil im Hintergrund von künstlerischen Projekten sehr persönliche Lebenserfahrungen und Lebensgeschichten stehen, oftmals auch unfreiwillige und unerfreuliche. Soziale Netzwerke scheinen also kein oder selten ein geeigneter Ort zur „Ver-Äußerung“ des künstlerischen Selbstverständnisses zu sein. Das Bild bleibt, der Kontext verschwimmt im Fluss der Zeit oder der Geschichte. Introspektion und eine Portion Forschungswille sind demnach das Credo dieses Blogs.

INNERWORLD: „Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt.“

Einen Blog über Kunst zu verfassen ist neben den theoretischen Aspekten eine ehrliche Reise nach Innen. Vor allem, wenn es um die Frage geht, warum und wie unsere innere Vorstellungswelt kräftig in Bewegung gerät. „Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt“, schreibt Picasso. Ich habe seinen Kommentar zur Kunst so verstanden, dass der Suchende bereits durch das Bedürfnis etwas zu finden, eingeschränkt ist. Was aber bedeutet „den bildnerischen Ausdruck, die bildnerische Idee zu finden, anstatt sie vorsätzlich zu suchen“? Ist dieser direkte, auf das eigenen Selbstverständnis, bezogene Ansatz des Kunstschaffens überhaupt in einer postmodernen, poststrukturalistischen Welt möglich?

LIFEBALANCE: Zwischen Wäsche waschen und Leinwand grundieren

Genau genommen kann selbst der Rhythmus einer Waschmaschine Anlass zu erstaunlichen bildnerischen Ideen und Ergebnissen sein. Und so ist das gewöhnliche Leben, das Leben ohne Glamour und Künstlerinnenidentität, nicht aus dem bildnerischen Prozess wegzudenken. Oft hat die Gestaltung des Lebensraumes mit den neuen Glasfensterentwürfen zu tun oder die „verunfallte“ Bestecklade mit einem Beitrag zur fotografischen Gemeinschaftsausstellung. So etwas nennt man dann wohl kreative Lebensführung.

HARD WORK: Lesen – Forschen, Lesen – Forschen, Lesen – Forschen

Neben unterschiedlichen bildnerischen Techniken werde ich auch von Ideen, Prozessen und Konzepten im historischen Kontext sprechen. Gerade die Erfindung der Fotografie hat das Verständnis des Menschen über sich selbst erneut und nachhaltig verändert. Es macht für mich Sinn diese Veränderungen ganzheitlich zu begreifen und anregende wissenschaftliche Erkenntnisse zu teilen.

Herzliche Grüße!

Isabella S. Minichmair